Na, das war mal wieder ein Wochenende, das mir gezeigt hat: es kann alles noch schlimmer werden!
Immer noch reden wir nur das Nötigste miteinander und gehen uns aus dem Weg, wo es geht. Er verbringt seine Nächte auf der Couch und wenn ich morgens zur Arbeit gehe, schläft er noch. Ob Rausch aus oder nicht - keine Ahnung - ich bin im Moment einfach nur desinteressiert. Und Begatterich offensichtlich auch, sonst hätte er vielleicht mal versucht, ein klärendes Gespräch anzuschieben.
Am Samstagmittag verschwand er mit seinem Roller. Den ganzen Nachmittag war ich nur am Hoffen und Bangen, dass er sich nicht wieder die Kante gibt und dann betrunken heim fährt.
Gegen Abend klingelte das Telefon: Eine Bekannte von unserem Dauerplatz (wir sind seit 2 Wochen wieder zu Hause) war dran.
"Knubbel, dein Mann sitzt hier und möchte gleich nach Hause fahren. Ich glaube aber, dass er ein, zwei Bier zuviel hat und nicht mehr fahrtüchtig ist. Könntest du ihn abholen?"
Alles ganz lieb gemeint - woher sollen diese Leute auch wissen, dass bei ihnen ein Alki am Tisch sitzt, der im Moment wieder voll drauf ist. Immerhin haben sie ihn so jahrelang nicht erlebt.
Ich also losgefahren und wollte ihn abholen. Begatterich hätte, glaub ich, lieber den Teufel als mich gesehen, als ich so plötzlich neben ihm stand. Und weigerte sich natürlich standhaft mit mir zu kommen. Erst durch intensiven Zuspruch der lieben Bekannten konnten wir ihn schließlich ins Auto verfrachten - sofort nach hinten, damit er keine Chance hat, mir ins Lenkrad zu greifen und natürlich mit Kindersicherung, um ein Aussteigen während der Fahrt zu verhindern.
Hier war mal wieder ganz viel Fremdschämen angesagt - auch wenn ich mich vehement gegen dieses Gefühl wehre, es behält immer die Oberhand!
Und ich denke nur noch an den Verkauf des Hauses und des Campers und an Trennung - ich hab wirklich bis Oberkante Unterlippe genug von dieser Scheiße!!!
...sagt Knubbel
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